Soja: Die unglaubliche Wunderbohne

Sojabohnen werden für alles verwendet, von Seife bis zur Tinte.
Die Chinesen glauben daran, dass Soja einige Krankheiten und Gesundheitszustände heilen kann.

Das Wort für Sojabohne ist ta-tou, was „große Bohne“ bedeutet.
Während Sojabohnen jahrhundertelang in ganz Asien verwendet wurden (der durchschnittliche Japaner isst über 22 kg Tofu im Jahr), haben die Amerikaner erst seit ein paar Jahrzehnte begonnen Soja in ihrer Ernährung zu akzeptieren.

Heutzutage kann man Soja in viele Lebensmittel finden wie Tofu, Soja-Getränke, Soja-Käse, Soja-Sauce, Tempeh, Soja basiertes Analogfleisch,
Säuglingsmilchnahrung, Soja-Nüsse und Tofutti.

Soja, die Gesundheitsbombe

Es ist schon seit einiger Zeit bekannt, dass Sojaeiweiß ein sehr hochqualitatives Protein (=Eiweiß) ist, gleichwertig mit Eier, Milch oder Fleisch.

Derzeit schauen sich die Wissenschaftler die gesundheitsfördernde Eigenschaften der kleinen mächtigen Bohne genauer an.
Forschungen zeigen, dass Soja das Risiko von Herzkrankheiten, Krebs, Nierenkrankheiten, Osteoporose und anderen Problemen senken kann.

Eine mehrfache Analyse, aus 38 Studien und über 700 Versuchspersonen, zeigte, dass die Personen mit einem erhöhten Blutcholesterinwert eine
10 bis 20 prozentige Senkung des Gesamtcholesterins- und LDL-Cholesterinspiegels in ihrem Blutserum erlebten, nachdem sie täglich ca. 340g Sojaprotein 4 Wochen lang zu sich genommen hatten.

Je höher der anfängliche Cholesterinspiegel einer Person gewesen ist, desto größer war der Rückgang. Folglich, die Personen mit einem leicht erhöhten Cholesterinwert erlebten nur einen geringen Rückgang.

HDL-Cholesterinwerte (das „gute“ Cholesterin) sind normalerweise in Personen mit einem leicht erhöhten Blutcholesterinspiegels enthalten, aber der Wert könnte leicht ansteigen auch
in Versuchspersonen mit normalen Werten.

Sehr schlichte Änderungen in unserer Ernährung haben messbare Ergebnisse. Allein das Ersetzen von Milch durch Soja-Getränke kann Blutcholesterinwerte bemerkbar senken.
Personen die Soja verwenden können auch eine Abnahme der Triglyceridwerte in ihrem Blut erleben.

Gegenwärtig ist die Wirkungsweise des Soja nicht bekannt. Die Isoflavone in Soja sind bekannt als wirksame Hemmer der Cholesterinsynthese im Körper.

Auch die Phytosterine und Saponine in Soja blockieren die Cholesterinabsorption aus der Ernährung oder erhöhen die Cholesterinausscheidung des Körpers und senken somit den Wert im Blut.
Außerdem kann Soja die Oxidation von LDL-Cholesterin und Gerinnselbildung verhindern und damit das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken.

Soja hat sogar noch mehr drauf

Der Konsum von Sojabohnen ist ein beitragender Faktor für das geringe Brustkrebsrisiko und der Prostatakrebserkrankung bei japanischen Frauen und Männern. Dr. Barnes zeigte, dass die Isoflavone (Genistein und Daidzein) in Soja das Wachstum von Brustkrebs und Prostatakrebs hemmen.

Studien an der Cambridge an jungen Frauen offenbarten, dass die Frauen, die für einen Monat lang täglich Sojaprotein konsumierten, ihr Menstruationszyklus sich auf 2-3 Tage verlängerte, aufgrund der verlängerten Follikelphase. Eine Ernährung, die die Follikelphase verlängert, könnte weniger Lutealphasen über das ganze Leben hinweg bedeuten.

Dies könnte zu einem reduzierten Risiko von Brustkrebs führen.

In einer anderen Studie konsumierten japanische Frauen ca. 57 g Sojabohnen oder Soja-Produkte (Tofu, Miso) pro Tag und berichteten von weniger Wallungen und anderen Symptome der Menopause im Gegensatz zu den Frauen in den Vereinigten Staaten, die kein Soja aßen.

Es ist schon seit Jahren bekannt, dass Ernährung, die Fleisch enthält, zu einer größeren Ausscheidung von Kalzium resultiert im Gegensatz zu ähnlicher Ernährung mit Soja.
Dies ist für Einzelne wichtig, die sich über Osteoporose Sorgen machen, da die Kalziumausscheidung den Kalziumgehalt mehr beeinflusst als die Kalziumaufnahme.

Wissenschaftler fanden heraus, dass Komponente in Soja den Knochenabbau hemmen können und somit das Risiko von Osteoporose reduzieren.

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