Hilfreiche Lebensstiltipps für (nicht) Diabetiker

Diabetes ist eine Stoffwechselstörung charakterisiert durch einen hohen Blutzuckerspiegel (Hyperinsulinämie), welcher nicht unter 120 mg/dl zurückgeht selbst nach einer Mahlzeit mit viel Zucker und diese Person schon seit 3 Tagen auf einer kohlenhydratreicher Ernährung sitzt.

Dies kommt aus unzureichender Produktion oder Nutzung von Insulin. Diabetes milletus kommt in 2 Formen vor:

1.) insulinabhängiges Diabetes mellitus (auch bekannt als Jugenddiabetes oder Typ-1 Diabetes mellitus)

2.) nicht insulinabhängiges Diabetes mellitus (auch bekannt als Altersdiabetes oder Typ-2 Diabetes mellitus)

Die Ursache und Behandlung sind für jeden Typ unterschiedlich.

Typ-1 (insulinabhängiges oder Jugend-) Diabetes ist eine Autoimmunkrankheit, die üblicherweise früh und plötzlich im Leben auftritt. Zu den Symptomen gehören starker Durst, Gewichtsverlust und Müdigkeit.

Wenn die Bauchspeicheldrüse nicht ausreichend Insulin produziert, dann benötigen Personen mit Diabetes Typ-1 eine Behandlung mit Insulin, um zu überleben. In manchen Fällen, haben die Personen, die Verwandte mit Diabetes haben, eine größere Wahrscheinlichkeit an Diabetes zu erkranken.

Jedoch könnte der Gebrauch von einer Immunintervention Therapie, bevor irgendwelche Symptome auftreten, das Diabetes Typ-1 verhindern, da es eine genetische Basis hat.

Typ-2 (Insulin-unabhängig oder Alters-) Diabetes kommt üblicherweise in fettleibigen Personen mittleren Alters vor. In den Vereinigten Staaten und in anderen westlichen Ländern haben schätzungsweise 5 % der Bevölkerung Diabetes Typ-2.

Diese Krankheit kommt sogar mehr in bestimmten Personengruppen vor wie in den Erwachsenen der Stadtbevölkerung in Indien, Jamaika und die Pima-Indianer in den Vereinigten Staaten.

Achtung!

Dieser Artikel ist kein Heilungsplan für Diabetes. Alle, die Diabetes haben, sollten sich bei Ihrem Arzt beraten lassen, wie man am besten den Blutzucker durch Lebensstiländerungen und, wenn notwendig, durch Medikamente kontrolliert.

In diesem Artikel wird der Diabetes Typ-1 nicht besprochen, es ist nur zu sagen, dass alle die Diabetes Typ-1 haben, nicht versuchen sollten auf eigener Weise es zu behandeln. Der Artikel befasst sich eher, wie man durch Ernährung und Lebensstiländerungen Diabetes Typ-2 beeinflussen kann, da der Typ-2 die vorherrschende Form von Diabetes mellitus ist.

Was ist Hyperinsulinämie?

Hyperinsulinämie (hoher Insulinspiegel im Blut) ist ein typisches Merkmal vom Insulin-unabhängigen Diabetes mellitus, welches sich früh in der Naturgeschichte der Krankheiten manifestiert hat. Zum Teil wird angenommen, dass es für die Beschleunigung von Arteriosklerose verantwortlich ist, wie bei den meisten mit Diabetes Typ-2 erkrankte Personen zu sehen ist.

Es gehört auch zu einer Reihe von medizinischen Zustände wie Fettleibigkeit, Bluthochdruck, Überzucker, Hypertriglyceridämie und niedriger HDL-Spiegel bekannt als Syndrom X.

Wie wichtig ist der Faktor Fettleibigkeit?

Das wichtigste Ernährungsprinzip für Personen mit Diabetes Typ-2 ist Gewichtsmanagement/-kontrolle. Geschätzte 80 % der Typ-2 Diabetiker sind übergewichtig. Fettleibigkeit kann zur Insulinresistenz führen, eine Haupteigenschaft von Diabetes.

Deswegen ist das Erreichen und Verwalten des idealen Körpergewichtes wichtig, um Diabetes vorbeugen und verwalten zu können.

Können Ernährung und körperliche Übungen dabei helfen Fettleibigkeit und Diabetes vorzubeugen?

Eine fettarme, ballaststoffreiche Ernährung mit einem angemessenen Kaloriengehalt zusammen mit einem regelmäßigen Fitnessprogramm beitragen nicht nur zu einem idealen Körpergewicht, sondern senken auch das Risiko Diabetes Typ-2 zu entwickeln.

Diejenigen mit Diabetes Typ-2, sollten, auch wenn sie Insulin zu sich nehmen, in den meisten Fällen nicht mehr als 3 Mal pro Tag essen, um erhöhten Blutzucker zu vermeiden. Sie sollten, wie gesagt, in den meisten Fällen das Naschen oder Trinken von Saft zwischen den Mahlzeiten und vor dem Schlafen gehen unterlassen.

Sport senkt den Blutzuckerspiegel und reduziert das Risiko an Diabetes zu erkranken. Wenn Ernährung, Sport und Gewichtsmanagement/-kontrolle das erwünschte Resultat nicht hervorbringen, dann könnten Ärzte orale hypoglykämische Medikamente oder Insulin vorschreiben.

 

Wie viel Fett und Cholesterin sollte gegessen werden?

Eine fettige Ernährung fördert Diabetes und die dadurch resultierende Probleme. Optimalerweise sollte geschätzt 20-30 % von den Gesamtkalorien in der Ernährung, Fett sein. Von den Kalorien sollte nicht mehr als 10 % vom gesättigten Fett kommen.

Wenn Lipoprotein niedriger Dichte (LDL) im Blutcholesterinspiegel zu hoch ist, sollte die gesättigte Fettaufnahme auf unter 7 % von den Gesamtkalorien reduziert werden. 6-8 % von den Kalorien sollten von mehrfach ungesättigten Fettsäuren kommen.

Da Herzerkrankung die führende Todesursache für Diabetiker ist, sollten diese Personen ihre Cholesterinaufnahme auf nicht mehr als 100 mg pro 1000 Kalorien begrenzen. Um ihr Blutcholesterin auf akzeptable Werte zu bringen, sollten Diabetiker ihr Cholesterin aus der Nahrung auf 100 mg pro Tag begrenzen.

Erhöhte Triglyceride ist ein anderer Risikofaktor. Wenn Gewichtsverlust nicht ausreichend die Bluttriglyceridwerte reduziert, dann, empfiehlt die American Diabetes Association, sollte die Gesamtfettaufnahme bis auf 40 % von den Kalorien erhöht werden, natürlich mit dementsprechend reduzierter Kohlenhydrataufnahme.

Das zusätzliche Fett sollte hauptsächlich einfach ungesättigtes Fett aus Pflanzen kommen wie aus Oliven, Olivenöl, Rapsöl und Avocado. Jedoch ist hier große Vorsicht geboten, da Nahrungsfett im Zusammenhang mit schlechter Kontrolle von Diabetes eng verbunden ist.

Studien zeigten, dass Personen, die regelmäßig Fleisch essen, ein 3,8 Mal höheres Risiko an Diabetes Typ-2 in tödlicher Form zu erkranken, genauso wie ein höheres Risiko haben an Diabetes zu erkranken als Vegetarier.

Das könnte am im Fleisch enthaltenen Fett liegen, welches in großer Menge vorkommt. Weil Vegetarier mehr unraffiniertes Getreide, Obst, Gemüse und weniger gesättigtes Fett konsumieren, haben sie üblicherweise ein geringeres Körpergewicht.

Wie sieht es mit Salz aus?

Da Diabetiker anfällig für Bluthochdruck sind, sollten sie ihren Salzkonsum auf 1 Teelöffel pro Tag reduzieren, das beinhaltet auch das Salz in verarbeiteten Nahrungsmittel (insgesamt 2000 mg Natrium).

Welche Proteine werden für Typ-2 Diabetiker benötigt?

Da überschüssiges Protein (= Eiweiß) in der Ernährung das Risiko an Nierenkrankheiten zu erkranken erhöht (die zweitgrößte Todesursache für Diabetiker), sollten Diabetiker nicht mehr als die empfohlene Menge an Protein konsumieren.

Die American Diabetics Association empfiehlt, dass 10 bis 20 % von den Kalorien Eiweiß sein sollte, da die meisten Diabetiker schon eine kalorienarme Ernährung haben und dadurch manches Protein als Energie verwendet wird, aber Einzelne mit Diabetes und einer Nierenkrankheit sollten nur 0,75 bis 0,8 g Protein pro kg vom idealen Körpergewicht essen.

Wie sieht es mit Kohlenhydrate aus?

Idealerweise sollten 50-60 %, von den Gesamtkalorien, Kohlenhydrate sein, hauptsächlich komplexe Kohlenhydrate aus unraffinierten Vollkornbrote, Vollkornmüsli, Vollkornnudeln, Bohnen, Gemüse und frisches Obst.

Neue Empfehlungen befürworten nicht mehr, den völligen Verzicht auf Saccharose für Diabetiker. Forscher zeigten, dass Brot, Kartoffeln und andere Speisestärken eine ähnliche Blutzuckerantwort produzieren, wie diese von Saccharose, Honig, Melassesirup und Fruchtsaft kommt.

Nahrungsmittel, die viel Zucker enthalten, sollten begrenzt werden, weil diese oft viel zu viel Fett enthalten, einen geringen Nährwert besitzen und es ihnen an Ballaststoffe fehlt.

Künstliche Süßungsmittel, wie Aspartam, Saccharin oder Sucralose haben sich als allgemein sicher für Diabetiker bewiesen. Diabetiker können auch gelegentlich Fruktose in kleinen Mengen als Süßungsmittel verwenden, da Fruktose einen kleineren Anstieg im Blutzucker produziert als Saccharose.

Diabetiker sollten auch Erfrischungsgetränke und Fruchtsäfte begrenzen, da diese viel Glucose-Fructose-Sirup enthalten.

Wie wichtig ist Ballaststoff?

Ausreichend Ballaststoff zu haben ist wichtig um das Gewicht kontrollieren zu können und den Hunger mit weniger Kalorien stillt. Er senkt auch die Blutzuckerwerte nach Mahlzeiten und verbessert die Glucosetoleranz.

Ballaststoff reduziert auch die Anzahl der Medikamente um den Blutzucker kontrollieren zu können. Die meisten Personen sollten 20 bis 35 g oder mehr Ballaststoff pro Tag zu sich nehmen.

Nahrungsmittel, die viel löslichen Ballaststoff enthalten, wie Hafer, Gerste, Bohnen und Äpfel sind besonders wertvoll, weil der lösliche Ballaststoff das LDL und den Gesamtblutcholesterinwert senkt. Ballaststoff erhöht die Ausscheidung von Lipiden (Fette) aus dem Körper, indem er Gallensäure, Lipide, Cholesterin und Triglyceride im Darmkanal bindet.

Der Ballaststoff aus Bohnen spielt eine wichtige Rolle in der Ernährung für Diabetiker, weil dieser die übliche Blutzuckerspitze verhindert, welche durch Zucker und raffinierte Speisestärke verursacht wird.

Vollkörner sind reicher an Ballaststoff und Nährwert als raffiniertes Getreide. Isolierte Ballaststoffe, wie Kleie, könnte den Verlust von wichtigen Mineralien aus dem Darmkanal erhöhen, während Vollkorn grundlegende Mineralien beiträgt.

Ganze frische Früchte sind besser als Fruchtsaft, weil die ganze Frucht mehr Ballaststoff und eine kleinere Konzentration von einfachen Zucker hat. Personen sollten allmählich ihre Ballaststoffaufnahme erhöhen, damit Bauchkrämpfe, Magenbeschwerden und weicher Stuhl verringert werden können.

Sollten Alkohol, Tee und Kaffee vermieden werden?

Obwohl Alkohol kein Insulin für seinen Stoffwechsel benötigt, wird er für Diabetiker nicht empfohlen, vor allem für Personen mit Bauchspeicheldrüsenentzündung, Nierenschaden oder abnorme Blutlipidwerte.

In empfindliche Personen kann Alkohol Bluttriglyceride erhöhen. Koffein macht das Enzym Phosphodiesterase unwirksam und erlaubt dadurch, dass eine große Menge an Glucose und Triglyceride in den Blutstrom fließen.

In dieser Hinsicht erzeugt Koffein dasselbe Ergebnis wie Stress.

Wie hat sich die Ernährung von Typ-2 Diabetiker über die Jahre verändert?

Da Nahrungsmittel, die viel gesättigtes Fett und Cholesterin enthalten, wie Fleisch, Eier, Vollmilch und Käse, sich als Faktoren, die das Risiko von Herz- und Nierenkrankheiten erhöhen bewiesen haben, wurde die eiweißreiche und kohlenhydratarme Ernährung, welche Jahre zurück den Diabetiker empfohlen wurde, durch eine Ernährung mit komplexen Kohlenhydrate wie in Vollkorn und Gemüse ersetzt.

Die General Conference Nutrition Council glaubt daran, dass durch Beibehalten eines Idealgewichtes, gesunde Ernährung, regelmäßiger Sport und die Meidung von Tee, Koffein und Alkohol der beste Weg ist um Diabetes Typ-2 zu vermeiden oder zu kontrollieren.

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