Hilfreiche Grundsätze für Ernährung und Gesundheit

Die Super Vorteile eines gesunden Lebensstils

  1. jünger aussehen und sich jünger fühlen
  2. mehr Energie haben
  3. Gewicht abnehmen
  4. Blutcholesterol senken
  5. Herzerkrankungen verhindern und sogar rückgängig machen
  6. Risiko von Prostata- und Brustkrebs, sowie anderer Krebserkrankungen vermindern
  7. Sehvermögen bis ins hohe Alter erhalten
  8. Diabetes verhindern und behandeln
  9. Knochen stark erhalten
  10. in vielen Fällen chirurgische Eingriffe vermeiden
  11. die Notwendigkeit von pharmazeutischen Arzneimitteln erheblich verringern
  12. Impotenz vermeiden
  13. Schlaganfälle vermeiden
  14. Nierensteine vorbeugen
  15. Baby vor Typ I-Diabetes schützen
  16. Verstopfung vermeiden
  17. Ihren Bluthochdruck senken
  18. Alzheimer vermeiden
  19. Arthritis besiegen
  20. und vieles mehr!

1. Nahrungsmittel repräsentieren die Kombination aller Wirkungen der unzähligen Inhaltsstoffe. Das Ganze ist größer als die Summe seiner Einzelteile.

Die chemischen Inhaltsstoffe, die wir aus den konsumierten Nahrungsmitteln bekommen, sind in eine Reihe von Reaktionen verwickelt, die alle zusammenwirken, um unsere Gesundheit zu fördern. Diese chemischen Substanzen werden von komplexen Steuerungen in unseren Zellen sorgfältig aufeinander abgestimmt.

Diese regulieren, welcher Stoff wohin kommt, wie viel dieses Nährstoffes gerade gebraucht wird und wann jede einzelne Reaktion stattfindet. Dieses unendlich komplexe Netzwerk von Reaktionen in unserem Körper dient dazu, dass wir den maximalen Nutzen aus ganzen Nahrungsmitteln, so wie sie in der Natur vorkommen, erhalten.

Unsere Körper haben gelernt, wie sie von den chemischen Bestandteilen aus Nahrungsmitteln in ihrer gebündelten Form profitieren, verwerfen manche davon und verwenden andere, je nachdem, welche im Moment passen.

Zum Beispiel: Der Spinat alleine besteht aus einer Fülle von unterschiedlichen chemischen Bestandteilen. Die Tabelle 1 ist lediglich eine unvollständige Liste von dem was Du nach einem Bissen Spinat in Deinem Mund vorfindest.

Tabelle 1: Nährstoffe in Spinat
Makronährstoffe
Wasser Fette (viele Arten)
Kalorien Kohlenhydrate
Protein (viele Arten) Ballaststoffe
Mineralien
Kalzium Natrium
Eisen Zink
Magnesium Kupfer
Phosphor Mangan
Kalium Selen
Vitamine
C (Ascorbinsäure) B 6 (Pyridoxin)
B 1 (Thiamin) Folsäure
B 2 (Riboflavin) A (als Carotinoide)
B 3 (Niacin) E (Tocopherole)
Pantothensäure
Fettsäuren
14:0 Myristinsäure 18:1 Ölsäure
16:0 Palmitinsäure 20:1 Eicosanoide
18:0 Stearinsäure 18:2 Linolsäure
16:1 Palmitoleinsäue 18:3 Linolensäure
Aminosäuren
Tryptophan Valin
Threonin Arginin
Isoleucin Histidin
Leucin Alanin
Lysin Asparaginsäure
Methionin Glutaminsäure
Cystin Glycin
Phenylalanin Prolin
Tyrosin Serin
Phytosterole (viele Arten)

2. Vitaminergänzungensmittel sind keine Wundermittel für eine gute Gesundheit

Da die Stoffwechselvorgänge rund um die Ernährung als ein unendlich komplexes biochemische System funktionieren, das Tausende von chemischen Stoffen und Tausende von Auswirkungen auf Ihre Gesundheit einbezieht, ist die Auffassung wenig sinnvoll, dass isolierte – als Ergänzungsmittel eingenommene – Nährstoffe, vollwertige, ganze Nahrungsmittel ersetzen könnten. Ergänzungsmittel führen nicht zu dauerhafter Gesundheit und können unvorhergesehene Nebenwirkungen verursachen.

So wie das Interesse an Nahrungsergänzungsmitteln in den letzten 20 bis 30 Jahren explosionsartig gestiegen ist, ist es mehr als einleuchtend, warum eine derart gewaltige Nahrungsergänzungsmittelindustrie entstanden ist.

Riesige Profite sind ein ausgezeichneter Ansporn, und neue Regierungsverordnungen haben den Weg für einen expandierenden Markt geebnet.
Außerdem wollen die Konsumenten weiterhin ihre gewohnte Kost essen, und das Schlucken einiger Nahrungsergänzungsmittel beruhigt die Menschen hinsichtlich der möglichen gesundheitsschädigenden Auswirkungen ihrer Ernährungsweise.

Die Strategie, mithilfe von Nahrungsergänzungsmitteln Gesundheit zu erlangen und zu erhalten, begann sich jedoch 1994-1996 wieder aufzulösen, als in einer groß angelegten Studie die Auswirkungen von Ergänzungsmitteln mit Beta-Karotin (ein Vorläufer des Vitamins A) auf Lungenkrebs und andere Erkrankungen untersucht wurden. 1, 2

Nach vier bis acht Jahren Anwendung des Ergänzungsmittels gingen die Lungenkrebserkrankungen nicht wie erwartet zurück, sondern nahmen zu!
Auch bei isoliertem Vitamin A und E wurde kein Nutzen zur Prävention von Herzkrankheiten festgestellt.
Es ist nicht so, dass diese Nährstoffe nicht wichtig wären.

Sie sind es, aber nur, wenn sie in Form ganzer Nahrungsmittel konsumiert werden – nicht jedoch als Ergänzungsmittel.
Das Isolieren einzelner Nährstoffe und der Versuch, dadurch den gleichen gesundheitlichen Nutzen zu erzielen wie aus vollwertigen, ganzen Nahrungsmitteln, zeugt von Unwissenheit darüber, wie im Körper verdaut und zu körpereigenen oder auszuscheidenden Stoffen umgewandelt wird.

3. Es gibt praktisch keine Nährstoffe in Nahrungsmitteln tierischen Ursprungs, die nicht in besserer Form von Pflanzen bereitgestellt werden.

Das Essen von Tieren stellt eine völlig andersartige Ernährungserfahrung dar als das Essen von Pflanzen.
Die Menge und die Arten von Nährstoffen in diesen beiden Nahrungsmitteltypen illustrieren diese Nährstoffunterschiede deutlich. 3, 4, 5 (Tabelle 2)

Tabelle 2: Nährstoffzusammensetzung in Pflanzen und Nahrungsmitteln tierischen Ursprungs (pro 500 kcal)
Nährstoff Pflanzliche Nahrungsmittel* tierischen Ursprungs**
Cholesterin (mg) - 137
Fett (g) 4 36
Protein (g) 33 34
Beta-Carotine (µg) 29.919 17
Ballaststoffe (g) 31
Vitamin C (mg) 293 4
Folsäure (µg) 1.168 19
Vitamin E (mg) 11 0,5
Eisen (mg) 20 2
Magnesium (mg) 548 51
Kalzium (mg) 545 252
* Gleiche Anteile von Tomaten, Spinat, Spinat, Limabohnen, Erbsen und Kartoffeln ** Gleiche Anteile von Rind-, Schwein- und Hühnerfleisch sowie Vollmilch

Wie Du siehst, enthalten pflanzliche Nahrungsmittel wesentlich mehr Antioxidantien, Ballaststoffe und Mineralien als Nahrungsmittel tierischen Ursprungs.Tatsache ist, dass Fleisch und Milchprodukte einige dieser Nährstoffe beinahe gar nicht enthalten.
Andererseits enthalten Nahrungsmittel tierischen Ursprungs viel mehr Cholesterin und Fett.

Sie enthalten auch geringfügig mehr Protein, Vitamin B12 und Vitamin D, wenngleich das Vitamin D-Gehalt großteils auf die künstliche Anreicherung der Milch zurückzuführen ist.
Es gibt auch einige Ausnahmen: Einige Nüsse und Samen sind fett- und proteinreich (z. B. Erdnüsse, Sesam), während einige Tierprodukte fettarm sind, normalerweise, weil ihr Fettanteil durch industrielle Weiterverarbeitung reduziert wurde (z. B. Magermilch).

Wenn man es allerdings genauer betrachtet, so unterscheiden sich das Fett und das Protein von Nüssen und Samen jedoch: Sie sind gesünder als das Fett und das Protein aus Nahrungsmitteln tierischen Ursprungs.
Ein Nahrungsinhaltsstoff muss zwei Anforderungen erfüllen, um als essenzieller Nährstoff zu gelten:

Der Inhaltsstoff ist notwendig für die Abläufe in einem gesunden menschlichen Organismus.
Der Inhaltsstoff kann nicht von unserem Körper produziert werden und muss daher von einer äußeren Quelle bezogen werden.

Ein Beispiel eines Stoffes, der nicht essenziell ist, ist Cholesterin, ein Bestandteil von Nahrungsmittel tierischen Ursprungs, der in pflanzlichen Nahrungsmittel nicht vorkommt.
Cholesterin ist zwar für die Gesundheit erforderlich, aber unser Körper kann die benötigte Menge selbst produzieren und daher müssen wir es nicht aus der Nahrung beziehen. Demzufolge ist es kein essenzieller Nährstoff.

Es gibt vier Nährstoffe, die in Nahrungsmitteln tierischen Ursprungs vorkommen und in pflanzlichen Nahrungsmitteln größtenteils nicht: Cholesterin, Vitamin A, D und B12. Drei davon sind nicht-essenzielle Nährstoffe.  Wie zuvor besprochen wird Cholesterin von unserem Körper natürlicherweise produziert.

Vitamin A wird vom Körper aus Beta-Karotin hergestellt und Vitamin D wird produziert, wenn wir unsere Haut alle paar Tage etwa 15 Minuten dem Sonnenlicht aussetzen. Beide Vitamine sind toxisch, wenn sie im Übermaß konsumiert werden.

Dies ist ein weiterer Hinweis dafür, dass es besser ist, sich auf die Vorläufer der Vitamine zu stützen, Beta-Karotin und Sonnenlicht, wodurch unser Körper die zeitliche und mengenmäßige Abstimmung der benötigten Vitamine besser regulieren kann.

Vitamin B12 ist etwas problematischer. Vitamin B12 wird von Mikroorganismen hergestellt, die hauptsächlich im Erdreich und im Darm von Tieren, einschließlich unseres eigenen, vorkommen.

Die Menge, die in unserem Darm produziert wird, kann nicht adäquat resorbiert werden und daher ist es notwendig, dass wir Vitamin B12 aus Nahrungsmitteln beziehen.

Wir speichern Vitamin B12 schätzungsweise drei Jahre lang. Wenn Du drei Jahre lang oder länger keine Tierprodukte isst, schwanger bist oder ein Baby stillst, dann solltest Du die zeitweilige Einnahme einer kleinen Vitamin B12-Menge in Erwägung ziehen oder jährlich Dein Blutspiegel von B-Vitaminen und Homocystein untersuchen lassen.

Ebenso, wenn Du nicht genug Sonnenlicht bekommst, besonders während den Wintermonaten, kannst Du eventuell Vitamin D einnehmen. Ich würde Dir die kleinste Dosierung empfehlen und Dir raten, mehr an die frische Luft zu gehen.

Ich nenne diese Ergänzungsmittel „Abspaltung-von-der-Natur-Pillen“, weil eine gesunde Ernährung aus frischen, biologisch angebauten, pflanzlichen Nahrungsmitteln aus reichhaltigem Ackerland sowie ein Lebensstil, bei dem Du regelmäßig im Freien sind (und sich bewegen), die beste Lösung sind.

4. Gene allein können keine Krankheit auslösen. Gene wirken nur, wenn sie aktiviert bzw. exprimiert werden. Ernährung spielt eine entscheidende Rolle bei der Bestimmung, welche Gene – ob gute oder schlechte – exprimiert werden.

Ich kann mit Sicherheit sagen, dass der Ursprung jeder einzelnen Krankheit genetisch ist. Unsere Gene sind der Code zu allem in unserem Körper, ob gut oder schlecht. Ohne Gene gäbe es keinen Krebs. Ohne Gene gäbe es keine Adipositas, keinen Diabetes, keine Herzkrankheit. Und ohne Gene gäbe es kein Leben.

Es erklärt, warum der Großteil der Ressourcen in Wissenschaft und Gesundheitswesen im letzten Jahrzehnt zur Genforschung verlagert wurde.

Die Konzentration auf die Gene verfehlt einen einfachen aber entscheidenden Punkt: Nicht alle Gene werde immer exprimiert.

Wenn sie nicht aktiviert oder exprimiert werden, bleiben sie ruhend, also biochemisch inaktiv. Ruhende Gene haben keinerlei Auswirkung auf unsere Gesundheit.
Was veranlasst Gene, ruhend zu bleiben oder aktiv zu werden? Die Antwort ist: die Umwelt, insbesondere die Ernährung.

Um ein früheres Gleichnis zu verwenden: Stelle Dir die Gene als Samen vor. Wie jeder gute Gärtner weiß, werden Samen nicht zu Pflanzen auswachsen, wenn sie nicht eine nährstoffreiche Erde, genügend Wasser und Sonnenlicht haben.

Genauso werden Gene nicht exprimiert, wenn sie nicht den richtigen Umweltbedingungen ausgesetzt sind. In unserem Körper ist der Umweltfaktor, der die Aktivität von Genen bestimmt, die Ernährung.

Also obwohl wir sagen können, dass Gene für jeden biologischen Ablauf wichtig sind, haben wir doch sehr überzeugende Belege, dass die Genexpression bei weitem wichtiger ist. Diese Genexpression wird durch Umweltbedingungen gesteuert – insbesondere durch Ernährung.

5. Ernährung kann die schädlichen Auswirkungen giftiger Chemikalien maßgeblich beeinflussen

Artikeln über krebsauslösende Chemikalien erscheinen regelmäßig in den Medien. Acrylamid, künstliche Süßstoffe, Nitrosamine, Nitrite, Alar, heterozyklische Amine und Aflatoxin, sie alle standenin experimentiellen Studien in direktem Zusammenhang mit Krebs.

Es hersscht die weit verbreitete Meinung, dass Krebs durch toxische Chemikalien ausgelöst wird, die auf unmerkliche Weise in unseren Körper gelangen. Zum Beispiel führen Menschen oft gesundheitliche Bedenken an, um ihren Widerstand gegen das Vollpumpen der Nutztiere mit Antibiotika und Hormonen zu begründen.

Es besteht die Annahme, dass das Fleisch nicht gesundheitschädigend wäre, wenn es nicht diese unnatürliche Chemikalien beinhalten würde. Das wahre Gsundheitsrisiko des Fleischkonsums liegt jedoch in der Unausgewogenheit der Nährstoffe, egal, ob diese schädliche Chemikalien vorhanden sind oder nicht.

Lange bevor es die modernen chemischen Zusatzstoffe gegeben hat, bekamen die Menschen bereit häufiger Krebs und häufiger Herzkrankheiten, als sie begannen, mehr Nahrungsmittel tierischen Ursprungs zu essen.

So viele von uns scheinen einen Sündenbock zu brauchen. Wir wollen nicht wahrhaben, dass unser Lieblingsessen als solches ein Problem darstellen könnte, einfach aufgrund seiner Inhaltsstoffe.

Eine chronische Krankheit wie Krebs braucht Jahre, bis sie sich entwickelt.

Jene Chemikalien, die eine Krebsentstehung initiieren, sind oft diejenigen, die Schlagzeilen machen. Was jedoch keine Schlagzeilen macht, ist die Tatsache, dass die Krankheitentwicklung lange nach der Entstehung fortdauert und dass diese während ihrer Wachstumsphase durch Ernährung beschleunigt oder gehemmt wird.

In anderen Worten ist es die Ernährung, die in erster Linie bestimmt, welchen Verlauf eine Krankheit nimmt.

6. Die gleiche Ernährung, die Krankheiten im Frühstadium verhindern kann (vor der Diagnose), kann diese auch in späteren Stadien aufhalten oder rückgängig machen (nach der Diagnose).

Es lohnt sich, den Umstand immer wieder hervorzuheben, dass eine chronische Krankheit einige Jahre für ihre Entwicklung braucht.
Es gibt zum Beispiel die Auffassung, dass Brustkrebs bereits in Jugendjahren initiiert werden kann – aber erst nach der Menopause feststellbar ist!

Also könnte es durchaus sein, dass es viele Frauen mittleren Alters gibt, die bereits an Brustkrebs leiden, der in ihren Jugendjahren initiiert wurde, aber erst nach der Menopause festgestellt werden kann. 6

Viele Menschen würden dies mit der fatalistischen Einstellung auffassen, dass man im späteren Leben nicht mehr viel dagegen machen kann.
Glücklicherweise fördert die gute Ernährung unsere Gesundheit in jedem Stadium einer Erkrankung.

Forschungergebnisse zeigen, dass eine Ernährung aus vollwertigen, pflanzlichen Nahrungsmitteln bei Menschen fortgeschrittene Herzerkrankungen rückgängig macht, adipöse Menschen dabei hilft, Gewicht zu verlieren und Diabetiker dabei unterstützt, keine Medikamente mehr zu brauchen und zu einem normaleren Leben zurückzukehren.

Die Forschung zeigte auch, dass fortgeschrittenes Melanom, die tödliche Form von Hautkrebs, durch Veränderungen der Lebensgewohnheiten abgemildert oder rückgängig gemacht werden könnte. 7

Es gibt natürlich einige Krankheiten, die irreversibel, also nicht umkehrbar, erscheinen. Die Autoimmunerkrankungen sind vielleicht die am meisten beängstigenden Krankheiten, denn wenn sich der Körper erst einmal gegen sich selbst gerichtet hat, könnte die Krankheit vielleicht nicht mehr aufzuhalten sein.

Und trotzdem ist es überraschenderweise so, dass sogar einige dieser Krankheiten durch die Ernährung verlangsamt oder abgemildert werden können.

Denke an die Forschung, die gezeigt hat, dass sogar Typ-I-Diabetiker ihre Medikation reduzieren können. Die Ergebnisse zeigen auch, dass der Verlauf von rheumatoider Arthritis mittels Ernährung verlangsamt werden kann,8 ebenso wie von Multipler Sklerose.9, 10

Ich bin der Meinung, dass eine Unze Prävention ein Pfund Heilung hervorbringt.
Je früher im Leben gute Nahrungsmittel konsumiert werden, desto besser wird der Gesundheitszustand sein. Jene jedoch, die bereits mit der Last einer Krankheit konfrontiert sind, sollten niemals vergessen, dass Ernährung eine lebenswichtige Rolle spielen kann.

7. Ernährung, die für eine chronische Krankheit von wirklichem Nutzen ist, ist generell gesundheitsfördernd.

Je mehr ich über die biochemischen Abläufe bei unterschiedlichen Krankheiten gelernt habe, desto mehr erkenne ich, wie viel diese Krankheiten gemeinsam haben. Und aufgrund dieser eindrucksvollen Gemeinsamkeiten ergibt es auch Sinn, dass sich die gleiche gesunde Ernährung generell gesundheitsfördernd auswirkt und in allen Bereichen Krankheiten verhindert.

Selbst wenn eine Ernährung aus vollwertigen pflanzlichen Nahrungsmitteln in der Behandlung von Herzkrankheiten effizienter ist als bei Gehirntumoren, kannst Du trotzdem ganz sicher davon ausgehen, dass diese Ernährungsform nicht eine Krankheit fördert, während sie eine andere verhindert. Diese eine gesunde Ernährung kann nur in allen Bereichen hilfreich sein.

Du kannst Deine Gesundheit in jeder Beziehung mit einer einfachen Ernährungsform verbessern!

8. Eine gute Ernährung bringt Gesundheit in allen Bereichen Ihres Lebens. Alle Teile sind miteinander verbunden.

In der letzten Zeit war „ganzheitliche“ Gesundheit oft ein Thema. Dieses Konzept kann eine Vielfalt von Dingen für unterschiedliche Menschen bedeuten.

Viele Leute fassen alle möglichen Arten „alternativer“ Behandlungsmethoden und Betätigungen in diesem Konzept zusammen, d.h. ganzheitliche Gesundheit bedeutet dann Akupressur, Akupunktur, Kräutermedizin, Meditation, Vitaminergänzungsmittel, Chiropraktik, Yoga, Aromatherapie, Feng Shui, Massage und sogar Schallwellentherapie.

Vom Konzept her glaube ich an ganzheitliche Gesundeit, aber nicht als Slogan für jede unkonventionelle und oftmals unbewiesene Medizin.

Nahrungsmittel und Ernährung sind zum Beispiel von höchster Wichtigkeit für unsere Gesundheit. Der Vorgang des Essens ist vielleicht die intimste Begegnung mit unserer Umwelt: Es ist ein Vorgang, bei dem das, was wir essen, ein Teil von uns selbst wird.

Andere Faktoren sind jedoch auch wichtig, wie zum Beispiel körperliche Aktivität, emotionale und geistige Gesundheit und das Wohl unserer Umwelt. Das Einbinden all dieser unterschiedlichen Bereiche in unser Konzept über Gesundheit ist wichtig, weil sie alle miteinander verbunden sind. Tatsächlich ist dies ein ganzheitliches Konzept.

Menschen haben mehr Energie, wenn sie sich gesund ernähren. Dieser Synergieeffekt von Ernährung und körperlicher Aktivität ist überaus wichtig und ist auch ein Hinweis dafür, dass diese beiden Lebensbereiche nicht voneinander isoliert sind.
Gesunde Ernährung und regelmäßige körperliche Betätigung zusammen bringen dem Einzelnen mehr Gesundheit als jeder Teil für sich genommen.

Manche versuchen diese beiden Teile ihres Lebens gegeneinander auszuspielen. Du fragst dich, ob Du schlechte Ernährungsgewohnheiten wieder wettmachen kannst, indem Du laufen gehst. Die Antwort ist eindeutig: Nein!

Der Nutzen und die Risiken durch Ernährung sind ganz entscheidend und vor allem größer als Nutzen und Risiken anderer Faktoren. Abgesehen davon, warum würde irgendjemand Nutzen und Risiken verhandeln und aufwiegen wollen, wenn man doch alle Vorteile aus allen Bereichen haben könnte?

Unsere Wahl der Nahrungsmittel hat nicht nur auf unseren Stoffwechsel einen unglaublichen Einfluss, sondern auch auf die Entstehung, das Fortschreiten und sogar die Umkehr von Krankheiten, auf unsere Energie, unsere körperliche Aktivität, unser emotionales und mentales Wohlbefinden und unsere Umwelt.

Alle diese scheinbar voneinander unabhängigen Bereiche sind auf Engste miteinander verbunden.

Verweise

1 The Alpha-Tocopherol Beta Carotener Cancer Prevention Study Group. „The effect of vitamin E and beta carotene on the incidence of lung cancers in male smokers.“ New Engl. J. Med. 330 (1994): 1029-1035.

2 Omenn GS, Goodman GE, Thornquist MD, et al. „Effects of a combination of beta carotene and vitamin A on lung cancer and cardiovasular disease.“ New Engl. J. Med. 334 (1996): 1150-1155.

3 U.S. Department of Agriculture. „USDA Nutrient Database for Standard Reference.“ Washington, DC: U.S. Department of Agriculture, Agriculture Research Service, 2002. Accessed at http://www.nal.USDA.gov/fnic/foodcomp

4 Holden JM, Eldrigde AL, Beecher GR, et al. „Carotenoid content of U.S. foods: an update of the database.“ J. Food Camp. Anal. 12 (1999): 169-196.

5 Die genauen Auflistungen in der Datenbank waren wie folgt: Rinderhackfleisch, 80% mageres Fleisch/20% Fett, roh; Schweinefleisch, frisch, gehackt, roh; Huhn, Brat- und Grillhuhn, Fleisch und Haut, roh; Vollmilch, trocken; Spinat, roh; Tomaten, rot, reif, roh, Ganzjahresdurchschnitt; Limabohnen, groß, reife Samenkörner, roh; Erbsen, grün, roh; Kartoffeln, rotbraun, Fruchtfleisch und Haut, roh.

6 Derart spezifische Zeitpunkte in Bezug auf Entstehung, Wachstum und Fortschreiten einer chronischen Erkrankung zu setzen mochte ich noch nie, denn diese Punkte werden für jedes Stadium einer chronischen Erkrankung völlig beliebig gewählt. Chronische Erkrankungen liegen einfach oft schon lange vor, bevor sie diagnostiziert werden (können). Und auch das Fortschreiten der Erkrankung erfolgt meist nicht in genau vorhersagbaren Zeiträume.

7 Hildenbrand GLG, Hildenbrand LC, Bradford K, et al. „Five-year survival rales of melanoma patients treated by diet therapy after the manner of Gerson: a retrospective review.“ Alternative Therapies in Health and Medicine 1 (1995): 29-37.

8 McDougall JA. McDougall’s Medicine, A Challenging Second Opinion, Piscataway, NJ: New Century Publishers, Inc., 1985.

9 Swank RL. „Multiple sclerosis: twenty years on low fat diet.“ Arch. Neurol. 23 (1970): 460-474.

10 Swank RL. „Effect of low saturated fat diet in early and late cases of multiple sclerosis.“ Lancet 336 (1990): 37-39.

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