Glutenfreie Ernährung: Vorteile für die Gesundheit?

Es gibt eine Vermehrung an glutenfreie Produkten auf dem Markt.
Rund 5% der Deutschen kaufen glutenfreie Produkte ein (Quelle: Statista, 2016).

Viele Konsumenten sehen die glutenfreie Ernährung als gesünder an und behaupten, dass es ihnen dabei hiflt, sich besser zu fühlen.

Andere glauben, dass sie es ihnen dabei hilft Gewicht zu verlieren, wenn sie Gluten vermeiden.
Im Moment scheint glutenfrei in Mode zu sein.

Obwohl Brot als „Stab des Lebens“ angesehen wird, enthalten alle Brote aus Weizen, Roggen oder Gerste Gluten. Und Weizen kann in vieleunwahrscheinliche Orte lauern, wie in Suppen, Bratensoßen und Sojasoße.

Gluten taucht auch in Vollkornprodukte, die mit Weizen verwandt sind, auf, wie in Weizengrütze, Kamut, Dinkel und Triticale (Kreuzung aus Weizen und Roggen).

Wann sollte man glutenfrei essen?

Für Menschen mit Zöliakie ist eine glutenfreie Ernährung essentiell um nachteilige Auswirkungen auf die Gesundheit zu vermeiden.

Dennoch, haben die meisten Menschen, die nach glutenfreie Produkte greifen, keine Glutenunverträglichkeit.
Für diese, ist eine glutenfreie Ernährung nicht die beste Wahl.

Denn glutenfreie Produkte tendiere dazu, gering an vielen wichtigen Nährstoffe zu sein wie an B-Vitamine, Kalzium, Eisen, Zink, Magnesium und Ballaststoff.
Gluten ist nicht schädlich für gesunde Menschen.

Der Konsum von Vollkornnahrungsmittel, die Gluten enthalten, ist mit einem verringerten Risiko an Diabetes, Herzkrankheiten und bestimmte Krebsarten zu erkranken verbunden.

„Etwa einer von 200 Menschen ist in Deutschland von Zöliakie betroffen“ (Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ernährung, 2013).

Was passiert, wenn man von Zöliakie betroffen ist?

Bei Zöliakie ist die Immunantwort bei Gluten abnormal und attackiert die Zotten.
Die Auskleidung des Dünndarms wird entzündet und beschädigt, dadurch wird die normale Absorbtion von Nahrungsmittel blockiert.

Zu den Symptome der Zöliakie gehören Durchfall, Bauchbeschwerden, Blähungen, Anämie, starker Hautausschlag, Muskelstörungen, Kopfschmerzen und Ermüdung.
Kleine Kinder können Gedeihstörungen erleben.

Jedoch hat Zöliakie meisten nur wenige oder keine Symptome, nur ca. 5 bis 10 % der Fälle wurden mit Symptome diagnostiziert.
Manchmal kann ein Stressfaktor wie eine Operation, eine Infektion oder ein starkes emotionales Ereignis, die Glutenunverträglichkeit verschlimmern, sodass die Symptome bemerkbar werden.

 

Wie kann man herausfinden, ob man von Zöliakie betroffen ist?
Erstens, ein Bluttest, der Antikörper entdeckt, die mit einer abnormalen Immunantwort verbunden sind.
Zweitens, wenn der Bluttest positiv ausfällt, dann wird eine Biopsie ausgeführt um die Entzündung in der Auskleidung des Dünndarms zu bestätigen.

Ganz von Gluten abzusagen bedeutet die meisten Brote, Kräcker, Früchstücksflocken, herkömmliche Nudeln, Gebäck und eine vielzahl an verarbeiteten Nahrungsmittel aufzugegben.

Mit glutenfrei beschriftete Produkte dürfen nicht mehr als 20 Teile pro Million von Gluten enthalten.
Glutenfreies Vollkornauswahlmöglichkeiten sind brauner Reis, Buchweizen, Mais, Amaranth, Hirse und Quinoa.

Eine glutenarme Ernährung könnte Magen und Darm betreffende Symptome verbessern.
Dies könnte an der Reduktion der einfachen Zucker (wie Fruktane, Galaktane und Zuckeralkohole) liegen, welche schlecht absorbiert werden und meistens zu Nahrungsmittel mit Gluten angehören.

Darmsymptome können verschwinden, nachdem diese Zucker reduziert wurden.

Sollten gesunde Menschen glutenfrei essen?

Gluten verursacht keine Gewichtszunahme.
Und es gibt keine Beweise dafür, dass eine glutenfreie Ernährung Gewichtsverlust erzeugt.
Andererseits, Weizenvollkornprodukte, die viel Ballaststoff haben, sind hilfreich um den Hunger und das Gewicht zu kontrollieren.

Menschen, die glutenfrei sich ernähren, können Gewicht verlieren, weil sie mehr Obst und Gemüse essen und weniger Kalorien zu sich nehmen.
Die meisten glutenfreie Alternativen sind erheblich teuerer und dies ein ansporn davon weniger zu essen.

Für die meisten Menschen ist der Konsum von Vollkorn (auch Weizen) nicht nachteilig für ihre Gesundheit, sondern ist sogar mit einer besseren Ernährung und reduziertem chronische Erkrankungsrisiko, wie Herzerkrankung und Diabetes verbunden.

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