Der wahre und lebendige Glaube

Wir wollen den echten Glauben untersuchen, wie ihn die Bibel beschreibt. Woher stammt er und was kann er bewirken?

Damit wir richtig verstehen, was Glaube bedeutet, lesen wir zunächst Hebräer 11, 1: „Was ist nun also der Glaube? Er ist das Vertrauen darauf, dass das, was wir hoffen, sich erfüllen wird, und die Überzeugung, dass das, was man nicht sieht, existiert.“

Nach dieser Definition ist der Glaube eng mit Vertrauen, Hoffnung und Zuversicht verknüpft, er ist die Grundlage eines sicheren Lebens, die eigentliche Basis unserer Existenz. Da der Glaube mit unserem ganzen Leben zu tun hat, stärkt er unsere Hoffnungen und gibt uns Halt, während wir uns mit den verwirrenden Lebensproblemen herumschlagen.

Der Glaube ist der Inhalt eines lebendigen, spirituellen Lebens und bewahrt uns vor dem Scheitern, Abel, Henoch, Noah, Abraham, Jakob, Mose, Josef und all die anderen großen Persönlichkeiten der Bibel, die in Hebräer 11 erwähnt werden, hatten eines gemeinsam: einen Glauben, ein Vertrauen auf Gott, das sie stärkte und sie während ihres ganzen Lebens aufrechterhielt.

Der Glaube ist eine enge Freundschaftsbeziehung mit Gott, die uns dazu bringt, dass wir alles tun, worum er uns bittet, und annehmen, was immer in seinen Augen gut ist, weil wir zu 100 % sicher sind, dass er immer und jederzeit nur das Beste für uns im Sinn hat.

Dieser Glaube vertraut darauf, dass uns Gott die Kraft schenkt, über alle Schwierigkeiten zu siegen und jedes Hindernis zu überwinden, bis wir eines Tages im ewigen Reich Gottes unseren eigentlichen „Lohn“ erhalten. Ein solcher Glaube entwickelt in uns ein Vertrauen zu einem Gott, der uns liebt und weiß, was für uns gut ist, und dem unser Wohlergehen am Herzen liegt.

Dieser Glaube verleiht uns neue Kraft, muntert uns auf, gibt uns neue Zuversicht und verändert unseren Blickwinkel: Er lenkt unseren Blick von der augenblicklichen Lage auf das, was sein kann. Indem wir an Gottes Versprechen glauben, erfassen wir das Verheißene schon, bevor es eingetroffen ist.

Die Quelle des Glaubens

Der Glaube ist nicht ein künstlich aufgeputschtes positives Denken oder ein selbst erzeugtes warmes Gefühl. Er ist keineswegs unsere menschliche Fähigkeit, uns selbst von etwas zu überzeugen.

Hebräer 11, 6 beschreibt die Quelle des echten Glaubens so: „Ihr seht also, dass es unmöglich ist, ohne Glauben Gott zu gefallen. Wer zu ihm kommen möchte, muss glauben, dass Gott existiert und dass er die, die ihn aufrichtig suchen, belohnt.“

Die Quelle dieses Glaubens ist ein allmächtiger, allwissender und vollkommen liebevoller Gott. Eine Vertrauensbeziehung mit dem Herrn beginnt mit der Einsicht, dass er uns liebt und nur das Beste für uns im Sinn hat.

Unsere Einstellung hat also eine große Auswirkung auf unser Wohlbefinden. Nicht nur unser Lebensstil bestimmt über unseren Gesundheitszustand. Auch unsere Gefühlswelt spielt eine wichtige Rolle.

Eine Studie, die Forscher der Universität in Kansas durchführten, zeigt auf, dass positive Gefühle der entscheidende Faktor dafür sind, ob man körperlich gesund ist. Das gilt vor allem für arme Menschen. Mit anderen Worten: Wenn Sie gesund sein möchten, brauchen Sie eine posititve Haltung, besonders wenn Sie in einer schwierigen Lebenslage stecken.

Die Studie zeigt, dass positive Gefühle wie Freude und Zufriedenheit eindeutig mit einem besseren Gesundheitszustand zusammenhängen, selbst wenn es diesen Menschen an den nötigen Mitteln für ihre grundlegenden Bedürfnisse fehlt.

Carol Ryff, Professor für Psychologie an der Universität von Wisconsin-Madison, schrieb: „Eine neue wissenschaftliche Richtung besagt, dass eine positive Haltung mehr als nur eine geistige Einstellung ist. Das ist eng verknüpft mit dem, was im Gehirn und im Körper geschieht.“

Ryff hat aufgezeigt, dass Menschen, mit einem besseren Wohlbefinden, ein niedrigeres Herzinfarkt-Risiko, niedrigere Werte von Stress-Hormonen und niedrigere Entzündungswerte aufweisen.1

Gott ist die Quelle aller positiven Gefühle. Der Glaube beeinflusst diese Emotionen und setzt im Körper heilende Kräfte frei. Glauben heißt, Gott in allen Lebensumständen zu vertrauen. Keine andere Einstellung macht derart lebendig und gesund.

Unseren Glauben stärken

Was machen Sie, wenn Ihr Glaube schwach ist? Vielleicht finden Sie es theoretisch richtig, dass der Glaube lebendig macht, aber Sie spüren, dass Sie ziemlich wenig Glauben haben.

Es gibt eine gute Nachricht für Sie: Ihr Glaube ist größer, als Sie meinen! Ihr Problem ist nicht, dass Sie keinen Glauben haben, sondern diesen noch zu wenig trainiert und entwickelt haben. In Römer 12, 3 schreibt Paulus:

„Messt euch daran, wie viel Glauben euch Gott geschenkt hat.“ Wenn wir uns bewusst dafür entscheiden, mit unserem liebevollen und allmächtigen Gott in Verbindung zu treten und ihm zu vertrauen, wird er uns eine gute „Portion Glauben“ schenken.

Der Glaube ist ein Geschenk Gottes. Je mehr wir dieses Geschenk anwenden, umso stärker wird es. Während wir lernen, Gott mitten in den Problemen und Herausforderungen unseres Lebens zu vertrauen, wächst unser Glaube. Manchmal sind die Augenblicke der schlimmsten Verzweiflung auch die Momente, in denen unser Glaube am meisten wächst.

Außerdem können wir unseren Glauben weiterentwickeln´, indem wir über Gottes Wort nachdenken. Wenn die Wahrheiten der Bibel unser Denken ausfüllen, erlebt unser Glaube einen Wachstumsschub. Die Bibel bestätigt dieses göttliche Handeln im Römerbrief. Dort schreibt Paulus:

„Und doch kommt der Glaube durch das Hören dieser Botschaft, die Botschaft aber kommt von Christus.“ (Römer 10, 17)

Je mehr wir unser Denken mit biblischem Gedankengut nähren, desto größer wird unser Glaube. Gottes Wort vertreibt unsere Zweifel. Möchten Sie sich innerlich für Gott öffnen und vertrauensvoll seine Kraft empfangen?

Wenn Sie eine neue Freundschaft mit Gott knüpfen möchten, eine Beziehung des Vertrauens, in der Sie sich zuversichtlich auf ihn verlassen, dann bitten Sie Gott darum, dass er Ihnen diesen Glauben schenkt. Dann können Sie selbst erleben, wie ein lebendiger Glaube ihre Gesundheit fördert.

Verweise

1 Zitiert von Sharon Jayson, „Power of Super Attitude“, USA Today, 12. Okt. 2004, verfügbar unter: http://usatoday30.usatoday.com/news/health/2004-10-12-mind-body_x.htm.

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